Stand: 04.08.2026

Die folgenden Inhalte wurden zunächst aus dem sportartübergreifenden Orientierungsrahmen DELTA+ übernommen und werden noch kletterspezifisch geprüft und angepasst. Weitere dort erarbeitete Inhalte können später ergänzt und für das Sportklettern konkretisiert werden.

Wettkampfziele

  • Regelmäßige Teilnahme an überregionalen und nationalen Nachwuchswettkämpfen
  • Wettkämpfe als Entwicklungs- und Beobachtungskontext nutzen — nicht als alleiniges Bewertungskriterium

sportliche Entwicklungsziele

  • Bestätigung des in T1 vorläufig eingeschätzten Potenzials über einen längeren Beobachtungszeitraum¹
  • Aufbau systematischer Trainingsgewohnheiten — strukturierte Trainingspläne und erste Leistungsdiagnostik
  • Lernen, sich gezielt auf Wettkämpfe vorzubereiten und Leistung am Tag X abzurufen
  • Konstruktiver Umgang mit Erfolg und Misserfolg im Wettkampf
  • Aufbau der für die Landeskaderberufung geforderten Leistungsvoraussetzungen - Orientierung an den bundeseinheitlichen Kaderkriterien (BELKK)

außersportliche Entwicklungsziele

  • Persönlichkeitsentwicklung unterstützen — insbesondere Selbstreflexion und realistische Selbsteinschätzung
  • Heranführung an eine leistungssportliche Lebensweise
  • Selbstorganisation im Alltag (z. B. Schule, Training, Freizeit unter einen Hut bringen)
  • Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein für die eigene sportliche Entwicklung
  • Aufbau eines stabilen sozialen Umfelds im Sport — tragfähige Beziehungen zu Trainer*innen und Trainingsgruppe
  • Bewältigung möglicher Standortwechsel (z. B. Wechsel an eine leistungssportfördernde Schule, neue Trainingsstätte)

Handlungsempfehlungen

Für Trainer*innen und Verantwortliche in Vereinen und Verbänden:

  • Nimm dir ausreichend Zeit für die Potenzialbestätigung — eine verlässliche Einschätzung braucht Monate, nicht Wochen.¹
  • Bewerte Potenzial multidimensional: Sportartspezifische Fertigkeiten, Trainierbarkeit, psychologische Merkmale und Engagement sind ebenso relevant wie Wettkampfergebnisse.¹
  • Berücksichtige die individuelle Entwicklungsgeschwindigkeit — nicht alle Athlet*innen entwickeln sich im selben Tempo.¹
  • Übergewichte aktuelle Wettkampfleistungen nicht: Juniorenleistungen sind kein verlässlicher Prädiktor für das spätere Leistungsniveau.¹
  • Setze gut ausgebildete Trainer*innen ein, die Potenzial über einen längeren Zeitraum erkennen und entwicklungsorientiert bewerten können.¹
  • Stelle sicher, dass spät reifende Athlet*innen eigene Förderangebote erhalten, statt frühzeitig ausselektiert zu werden.¹

Referenzen

(1) Descheemaeker, K., Shibli, S., Weissensteiner, J. R., & De Bosscher, V. (2025). Youth sport and talent development policies: An umbrella review of the foundation and talent phases for future high performance. Journal of Sports Sciences. https://doi.org/10.1080/02640414.2025.2569267

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